
Laut einem IW-Bericht waren die Importe im ersten Halbjahr fast 2,5-mal so hoch wie die Exporte. Besonders unter Druck stehen Autos, Elektrogeräte und Maschinen.
Deutschland importierte im ersten Halbjahr 2026 fast 2,5-mal so viel aus China, wie es dorthin exportierte. Das geht aus einem Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Setzt sich der Trend fort, könnte das Handelsdefizit im Gesamtjahr 100 Milliarden Euro übersteigen.
Am stärksten betroffen ist laut Bericht die Automobilindustrie. Im Handel mit China verzeichnete Deutschland in diesem Sektor 2019 noch einen Überschuss von mehr als 23 Milliarden Euro. Dieser ist inzwischen verschwunden. Die Autoexporte nach China gingen gegenüber 2019 um 50 % zurück, während die Importe chinesischer Fahrzeuge und Teile um mehr als 475 % stiegen.
Der Bericht verweist auch auf wachsende Defizite bei Elektrogeräten und Maschinen. Das Defizit bei Batterien und Motoren hat sich seit 2019 auf mehr als 24 Milliarden Euro verfünffacht. Bei Computern und Datenausrüstung erreichte das Defizit 38 Milliarden Euro.
Der Maschinenhandel dürfte sich laut Bericht von einem Überschuss von 10 Milliarden Euro im Jahr 2019 zu einem Defizit von 1 Milliarde Euro in diesem Jahr wandeln. Das wäre eine Netto-Verschlechterung um 11 Milliarden Euro. Auf energieintensive Branchen wie Chemie, Papier, Glas und Metalle entfallen demnach nur 4 Milliarden Euro des Gesamtdefizits.
Der IW-Experte Jürgen Matthes führte den Wandel auf Chinas technologischen Fortschritt, staatliche Subventionen und die Wechselkurspolitik zurück. Er forderte Reformen im Inland und rasch eingeführte Ausgleichszölle. Die Europäische Kommission solle ein neues handelspolitisches Instrument entwickeln.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt. Beruht auf Berichten der oben genannten Medien.
Noch keine Kommentare - seien Sie der Erste.