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Norwegische Kommission fordert Öffnung des Staatsfonds für Atomwaffenhersteller

Makkler Newsroom
15. Oktober 2026 · Nach einer Meldung von Euronews, Der Spiegel, Il Sole 24 Ore

Eine Regierungskommission schlägt eine NATO-gebundene Ausnahme von den Ausschlussregeln des Fonds für Atomwaffen vor und Änderungen an der Ethikaufsicht.

Das Wichtigste

  • Eine Kommission empfahl eine Ausnahme für bestimmte Atomwaffenhersteller mit Sitz in verbündeten Ländern.
  • Der Vorschlag würde die Rolle des Ethikrats ändern und Entscheidungen über die Offenlegung dem Fondsverwalter überlassen.
  • Der Bericht wird öffentlich konsultiert, bevor die Regierung dem Parlament ihre Bewertung vorlegt.

Eine von der norwegischen Regierung eingesetzte Kommission hat empfohlen, dem Staatsfonds des Landes Investitionen in bestimmte Rüstungsunternehmen zu erlauben, die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind. Der Fonds verwaltet mehr als 2,3 Billionen Dollar, berichtet Il Sole 24 Ore.

Die vorgeschlagene Ausnahme soll für Unternehmen gelten, die in einem vom Atomwaffensperrvertrag anerkannten Atomwaffenstaat ansässig sind, der mit Norwegen in der NATO verbündet ist. Airbus, Boeing und Lockheed Martin gehören zu den Unternehmen, die nach den derzeitigen Regeln ausgeschlossen sind.

Die Empfehlung ändert die Regeln nicht automatisch. Der Bericht wird bis zum 15. Januar öffentlich konsultiert. Die Regierung will dem Parlament im kommenden Frühjahr ihre Bewertung vorlegen, berichtete Euronews.

Die Kommission schlug außerdem vor, die Rolle des unabhängigen Ethikrats zu ändern. Er soll weiterhin die Risiken von Unternehmen bewerten, aber künftig keine Ausschlüsse mehr direkt empfehlen. Die Zentralbank, die den Fonds verwaltet, soll über Verkäufe und darüber entscheiden, ob die Gründe veröffentlicht werden, berichtet Der Spiegel.

Andere Ausschlüsse, unter anderem für Unternehmen, die an biologischen und chemischen Waffen, Landminen und Streubomben beteiligt sind, sollen bestehen bleiben, erklärte die Kommission. Grete Herlofson, die Vorsitzende des Norwegischen Roten Kreuzes, kritisierte den Vorschlag. Investitionen in solche Waffen könnten signalisieren, dass sie akzeptabel seien, und Menschenleben gefährden.

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