
Silber notierte bei rund 65,85 Dollar je Unze, während Händler die jüngste Zinserhöhung der Fed gegen einen stärkeren Dollar und die Aussicht auf weitere Anhebungen abwogen.
Die Federal Reserve erhöhte ihren Leitzins am 16. September um einen Viertelprozentpunkt und hob ihre Zielspanne damit auf 3,75 % bis 4 % an. Es war die erste Zinserhöhung der Fed seit 2023. Der Beschluss setzt Silber, das keine Zinsen abwirft, erneut unter Druck.
Die Fed erklärte, die Inflation sei weiterhin erhöht und die Wirtschaft wachse solide. Höhere Zinsen können zinstragende Anlagen gegenüber Metallen attraktiver machen. Ein stärkerer US-Dollar kann Silber, das in Dollar notiert, für Käufer im Ausland verteuern.
Der Silberpreis entwickelte sich nach dem Beschluss uneinheitlich. FXStreet zufolge lag der Kassapreis für Silber am 22. September bei rund 65,85 Dollar je Unze und damit 0,38 % im Minus. Anleger berücksichtigten dabei die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen.
Diese Möglichkeit haben Händler bereits im Blick. FXStreet berichtete, dass 16 von 18 Fed-Vertretern in diesem Jahr mit mindestens einer weiteren Zinserhöhung rechneten. An den Märkten wurde die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Anhebung mit knapp 90 % angesetzt.
Der weitere Zinskurs ist nicht der einzige Einflussfaktor. Fed-Vertreter haben davor gewarnt, dass die Inflation sowohl auf eine starke Nachfrage als auch auf höhere Energiekosten zurückgehen könnte. Sinkende Ölpreise könnten dagegen die Inflationssorgen lindern und den Druck zu einer weiteren Straffung verringern.
Silber wird auch jenseits der Geldanlage genutzt. Hersteller setzen es in Elektronik und Solaranlagen ein. Die Nachfrage aus der Industrie kann die Preise daher stützen, selbst wenn höhere Zinsen die Edelmetalle belasten.
Anleger werden Inflationsdaten, den Dollar, die Ölpreise und die nächsten Äußerungen von Fed-Vertretern auf Hinweise zum Zeitpunkt des nächsten Zinsschritts beobachten. Ein nachlassender Inflationsausblick könnte den Gegenwind durch die Zinsen abschwächen. Anhaltender Preisdruck könnte ihn aufrechterhalten.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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