
Gold verbilligte sich, weil ein festerer Dollar und die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Federal Reserve die Unterstützung durch sinkende Ölpreise überwogen.
Gold fiel am Dienstag unter dem Druck eines stärkeren Dollar und der Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Federal Reserve. Der Spotpreis gab im frühen Handel um 0,5 % auf 4.320,19 Dollar je Unze nach, während US-Gold-Futures um 0,7 % auf 4.355,90 Dollar fielen.
Der Dollar-Index, der die US-Währung gegenüber wichtigen anderen Währungen abbildet, stieg auf 100,50, wie aus einem Bericht von InvestorsHub hervorging. Ein stärkerer Dollar verteuert Gold für Käufer, die andere Währungen nutzen, und kann so die Nachfrage dämpfen.
Die Zinserwartungen erhöhten den Druck zusätzlich. Laut Reuters sahen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 90 % für eine weitere Zinserhöhung der Fed im Dezember, nach 80 % in der Vorwoche. Der Nachrichtendienst berief sich dabei auf Daten von CME FedWatch. Die Zentralbank hatte die Zinsen in der vergangenen Woche angehoben. Vertreter der Fed signalisierten, dass eine weitere Straffung erforderlich sein könnte.
Höhere Zinsen können Gold belasten, da das Metall keine Zinsen abwirft. Steigen die Kreditkosten, könnten Anleger Anlagen mit Rendite, etwa Anleihen, bevorzugen.
Die Fed-Vertreter Alberto Musalem und Austan Goolsbee verwiesen auf eine starke Nachfrage und höhere Energiekosten als Inflationsrisiken. Ihre Äußerungen lenkten den Blick darauf, ob die Währungshüter die Zinsen vor Jahresende erneut anheben werden.
Die Ölpreise boten einen Gegenpol. Rohöl fiel am Dienstag auf ein Zweiwochentief, da sich die Aussichten für das Angebot aus der Golfregion verbesserten. Damit ließ die Sorge etwas nach, Energiekosten könnten die Inflation weiter antreiben. Niedrigere Ölpreise können den Druck zu weiteren Zinserhöhungen mindern, glichen die Gewinne des Dollar jedoch nicht aus.
Gold hatte laut Reuters bereits mehr als 22 % gegenüber seinem Rekordhoch vom Januar von 5.594,82 Dollar je Unze eingebüßt. Angesichts der jüngsten Bewegung wägen Händler die Folgen einer geldpolitischen Straffung gegen die Nachfrage nach Gold als Absicherung gegen Inflation und geopolitische Risiken ab.
Anleger achten auf anstehende Äußerungen der Fed, um Hinweise auf den Zeitpunkt eines möglichen nächsten Schritts zu erhalten. Ölpreise und Dollar bleiben wichtige Signale für die kurzfristige Entwicklung des Goldpreises.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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