
Mais und Weizen gaben am Dienstag nach, während sich Sojabohnen besser hielten. Händler wogen Hoffnungen auf eine stärkere Nachfrage aus China gegen Risiken bei Ernte und Exporten ab.
US-Getreidefutures fielen am Dienstag, 22. September, und machten damit einen Teil der Montagsrally wett. Dezember-Mais verlor 6,25 Cent auf 5,3675 Dollar je Scheffel, November-Sojabohnen gaben 2,5 Cent auf 13,255 Dollar nach und Dezember-Weizen aus Chicago sank um 9,5 Cent auf 7,1725 Dollar.
Die Kursgewinne vom Montag hatten Mais um 15,5 Cent und Sojabohnen um 24,5 Cent nach oben getrieben. Händler setzten darauf, dass das für diese Woche geplante Treffen zwischen Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping die Nachfrage nach US-Agrarprodukten beleben könnte. Der Rücksetzer am Dienstag zeigte, dass diese Hoffnungen für weitere Kursgewinne nicht ausreichten.
Der Rückgang über Nacht fiel bei einigen Kontrakten stärker aus als die Bewegung zum Handelsschluss. Vor Handelsbeginn lag Dezember-Mais laut Agriculture.com rund 4,25 Cent im Minus, November-Sojabohnen 1,25 Cent und Dezember-Weizen aus Chicago 4,75 Cent. Mais und Weizen beendeten den Tag im Minus; Sojabohnen begrenzten ihre Verluste.
Die Exportnachfrage stützte den Maispreis. Daten des USDA zufolge stiegen die US-Maisexportinspektionen in der Woche zum 17. September auf 1,94 Millionen metrische Tonnen, nach 1,55 Millionen in der Vorwoche. Dem stand der Fortschritt bei der Ernte gegenüber: 13 % der Maisernte und 12 % der Sojabohnenernte waren eingefahren. Beide Werte lagen über dem Durchschnittstempo, berichtete Farm Futures.
Beim Weizen kam ein zusätzlicher Belastungsfaktor hinzu. Meldungen, wonach Russland daran arbeite, alternative Weizenexportwege wieder zu öffnen, belasteten die Preise, berichtete Agriculture.com. Damit verstärkte sich der Rückgang nach dem Anstieg vom Montag. Dezember-Weizen aus Kansas City fiel um 13,25 Cent auf 7,8125 Dollar und damit stärker als Weizen aus Chicago.
Für Sojahändler bleibt China die kurzfristig entscheidende Frage für die Nachfrage. Chinas staatlicher Lagerhalter Sinograin kündigte für die kommende Woche eine weitere Sojabohnenauktion an, berichtete Agriculture.com. Einige Händler sahen darin eine mögliche Gelegenheit, ältere Bestände vor zusätzlichen US-Käufen abzubauen. Eine solche Kauforder ist bislang jedoch nicht bestätigt.
Der Handelstag deutet darauf hin, dass die Montagsrally die Erwartungen vor dem Gipfeltreffen geschürt hatte, während Erntefortschritte und Handelsmeldungen Käufer vorsichtig bleiben ließen. Händler werden auf konkrete Ergebnisse der Gespräche zwischen den USA und China sowie auf weitere Exportdaten achten. Sie sollen zeigen, ob die Nachfrage die Preise auch über von Schlagzeilen getriebene Gewinne hinaus stützen kann.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
Noch keine Kommentare - seien Sie der Erste.