
Die Bewertung des S&P 500 liegt nahe an den Werten der Dotcom-Ära. Renditedaten aus fast sieben Jahrzehnten sprechen dafür, Geduld zu bewahren statt in Panik zu geraten.
Der S&P 500 nähert sich Bewertungsniveaus, die zuletzt um den Dotcom-Höchststand im Jahr 2000 erreicht wurden. Damit steigt das Risiko eines kräftigen Rückgangs. Der zentrale Rat von The Motley Fool lautet jedoch, nicht zu verkaufen: Anleger sollten auch bei Marktschwankungen investiert bleiben.
Das Shiller-KGV des Index, das die Kurse mit den inflationsbereinigten Gewinnen der vergangenen zehn Jahre vergleicht, lag im August bei 40,9, wie aus von The Motley Fool zitierten Daten von YCharts hervorgeht. Auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase hatte es bei etwa 44,2 gelegen. Hohe Bewertungen können auf niedrigere langfristige Renditen hindeuten, sagen Anlegern aber nicht, wann ein Abschwung beginnt.
Der Artikel verweist auf mehrere Risiken. Am 16. September hob die Federal Reserve ihren Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 % an. Höhere Kreditkosten können den Konsum der Haushalte belasten und die Finanzierung von Expansionen für Unternehmen verteuern. Vertreter der Fed signalisierten zudem, dass noch in diesem Jahr eine weitere Erhöhung folgen könnte.
The Motley Fool nennt außerdem höhere Ölpreise, Inflation und Unsicherheit über die Investitionen in künstliche Intelligenz. Ein Rückgang der KI-Ausgaben könnte Chiphersteller wie Nvidia und Micron unter Druck setzen, deren Aktien die Marktzuwächse mitgetragen haben. Das sind Risiken, aber kein Beleg dafür, dass ein Crash unausweichlich ist.
Die Geschichte liefert einen Kontext, aber keinen Zeitplan. Daten von Capital Group zufolge verzeichnet der S&P 500 etwa alle sechs Jahre einen Rückgang von mindestens 20 %. Seit dem Start des Index im Jahr 1957 lag seine jährliche Rendite einschließlich Dividenden laut den im Artikel angeführten Zahlen bei etwa 10,7 %.
Dieser langfristige Durchschnitt bedeutet nicht, dass Anleger schmerzhafte Verluste vermeiden oder sich nach einem Kauf nahe einem Höchststand schnell erholen. Das CAPE-Verhältnis ist eher als Warnsignal für die Bewertung und die Erwartungen an künftige Renditen zu verstehen denn als Signal, einen Ausverkauf zeitlich vorherzusagen. Anleger, die ihre nächsten Schritte abwägen, können prüfen, ob ihre Anlagen ausreichend diversifiziert sind und ob sie einen längeren Abschwung verkraften können.
Der Unterschied ist wichtig: Als Bärenmarkt gilt ein Rückgang von mindestens 20 %. Die Bewertung allein kann jedoch nicht sagen, wann es dazu kommt. Für langfristig orientierte Anleger lautet die historische Lehre, keine Alles-oder-nichts-Entscheidung auf Grundlage einer Crash-Prognose zu treffen.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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