
Die Clearingstelle der Plattform will zugelassenen Händlern ermöglichen, weniger Sicherheiten vorab zu hinterlegen. Sportkontrakte sollen ausgeschlossen bleiben, der Zugang wird begrenzt.
Kalshis Clearingstelle Kalshi Klear hat am 22. September bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Genehmigung für den Margin-Handel mit bestimmten Ereigniskontrakten beantragt. Der Vorschlag würde zugelassenen Teilnehmern erlauben, vorab weniger als die potenziellen Gesamtkosten einer Position zu hinterlegen. Genehmigt ist er bislang nicht.
Der Antrag umfasst Kontrakte, die an wirtschaftliche, finanzielle, politische, kommerzielle und andere überprüfbare Ereignisse gekoppelt sind. Sportkontrakte sollen ausgeschlossen bleiben. Auch Kultur- und „Mention“-Märkte will Kalshi ausschließen, wie ein Unternehmenssprecher laut CNBC mitteilte.
Zugang hätten nur Futures Commission Merchants und zugelassene Kontraktteilnehmer, die Kalshi Klear als selbstclearingende Mitglieder akzeptiert. Der Vorschlag richtet sich damit an institutionelle und andere qualifizierte Teilnehmer. Eine allgemeine Ausweitung kreditfinanzierter Geschäfte auf alle Privatanleger ist nicht vorgesehen.
Kalshis Kontrakte zahlen 1 Dollar aus, wenn ein Ereignis eintritt, und 0 Dollar, wenn es nicht eintritt. Der Antrag sieht risikobasierte Sicherheitsanforderungen vor, die je nach Kontrakt und „Ja“- oder „Nein“-Position variieren. Außerdem sollen die Sicherheiten bis zur vollständigen Höhe steigen, wenn sich ein Kontrakt der Abrechnung nähert und die Preise stark schwanken können.
Kalshi Klear zufolge zielt das Modell auf eine Konfidenz von mehr als 99 % ab, dass die hinterlegte Margin Verluste aus ungünstigen Kursbewegungen abdeckt. Der Antrag beschreibt zudem zusätzliche Schutzmaßnahmen für geplante Ereignisse, volatile Märkte und große Positionen.
Der Antrag passt zu Kalshis Bemühungen, mehr institutionellen Handel anzuziehen. Das Unternehmen teilte im Mai mit, dass das institutionelle Handelsvolumen in sechs Monaten um 800 % gestiegen sei. Durch Margin-Handel könnten solche Teilnehmer Positionen in Kontrakten, die erst Monate später abgerechnet werden, kostengünstiger halten.
Laut Kalshis Antrag würden die Regeländerungen frühestens am ersten Geschäftstag nach 45 Kalendertagen in Kraft treten. Möglich wäre auch ein späterer, vom Unternehmen oder der CFTC festgelegter Termin. Demnach wäre der 9. November der frühestmögliche Start. Die behördliche Genehmigung bleibt jedoch eine entscheidende Hürde.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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