
Anleger zahlen deutlich weniger für Nvidias prognostizierte Gewinne, obwohl Umsatz und Gewinn kräftig steigen und das Unternehmen weiteres Wachstum erwartet.
Nvidia-Aktien wurden am 22. September mit weniger als dem 17-Fachen des für die kommenden 12 Monate erwarteten Gewinns gehandelt und notierten damit laut Bloomberg-Daten nahe ihrem niedrigsten Bewertungsniveau seit mehr als einem Jahrzehnt. Diese Bewertung ist gesunken, obwohl Analysten für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz- und Nettogewinnwachstum von rund 90 % oder mehr rechnen.
Das sogenannte erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum prognostizierten Gewinn. Bei Nvidia lag es etwa halb so hoch wie 2025 und damit unter dem Niveau von mehr als dem 25-Fachen der Gewinnschätzungen im Mai.
Die jüngsten Ergebnisse des Unternehmens zeigen, warum dieser Gegensatz auffällt. Nvidia meldete für das am 26. Juli beendete Quartal einen Umsatz von 96,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 106 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg von 26,4 Milliarden auf 59,7 Milliarden Dollar.
Für das laufende Quartal stellte Nvidia zudem einen Umsatz von rund 108 Milliarden Dollar in Aussicht. Finanzchefin Colette Kress sagte im August, das Unternehmen erwarte im Geschäftsjahr 2028, das im Januar 2028 endet, ein Umsatzwachstum von rund 70 %.
Das niedrige KGV deutet darauf hin, dass Anleger abwägen, wie lange das Wachstum anhalten kann, und nicht nur die jüngsten Ergebnisse betrachten. Nvidias Geschäft ist auf eine enorme Größenordnung angewachsen, sodass sich jede weitere Steigerung im gleichen Tempo schwieriger aufrechterhalten lässt.
Kosten und Wettbewerb werfen weitere Fragen zu den künftigen Gewinnen auf. Nvidia meldete für das jüngste Quartal eine Bruttomarge von 75 %, teilte den Anlegern aber mit, dass die Marge im vierten Quartal auf 71 % bis 72 % sinken dürfte – teilweise wegen steigender Speicherpreise.
Kunden suchen zudem nach Alternativen, darunter Chips, die sie selbst entwickeln, berichtete Bloomberg. Sollte dieser Trend Nvidias Preissetzungsmacht schwächen, könnte sich das Gewinnwachstum verlangsamen, obwohl die Nachfrage nach KI-Rechenleistung weiterhin stark ist.
Anleger werden die anstehenden Ergebnisse daraufhin prüfen, ob Umsatzwachstum und Margen Bestand haben. Nvidias Umsatzprognose für das nächste Quartal und die Pläne zum Umgang mit den Lieferkosten dürften zeigen, ob die niedrigere Bewertung Vorsicht widerspiegelt oder auf eine dauerhafte Veränderung der Erwartungen hindeutet.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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