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Rohstoffe23. September 20262 Min. Lesezeit

Frühe Ölpreiserholung verpufft bei steigenden saudischen Lieferströmen

Brent und WTI legten am frühen Dienstag zu, schlossen dann aber niedriger, da Händler mögliche Gespräche mit Iran gegen Anzeichen einer Erholung der Golf-Lieferungen abwogen.

Die Ölpreise zogen am frühen Dienstag, dem 22. September, an: Brent verteuerte sich um 1,3 % auf 101,59 Dollar je Barrel, US-Rohöl um 0,7 % auf 96,45 Dollar. Die Gewinne hielten jedoch nicht an: Brent schloss bei 99,25 Dollar und damit 1,09 % niedriger, während der auslaufende WTI-Oktoberkontrakt bei 94,99 Dollar endete – ein Minus von 1,24 %.

Der frühe Anstieg folgte auf vier Verlusttage in Folge. Am Montag war Brent um 3,4 % gefallen, WTI um 4,5 %. Damit schlossen beide auf dem niedrigsten Stand seit dem 9. September. Ein von Reuters zitierter Analyst beschrieb die anfängliche Bewegung am Dienstag als Erholung durch das Eindecken von Leerverkaufspositionen: Händler, die auf weitere Kursverluste gesetzt hatten, bauten diese Positionen ab.

Die Diplomatie bot Anlass, das Risiko von Lieferausfällen neu einzuschätzen. Ein hochrangiger iranischer Vertreter sagte Reuters, Teheran könne die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder öffnen, wenn Washington den militärischen Druck verringere und seine Blockade iranischer Häfen aufhebe. Die iranische Delegation bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen war befugt, die Gespräche wieder aufzunehmen. Ein direktes Treffen der beiden Präsidenten war jedoch nicht geplant.

Auch das saudische Angebot schien weniger eingeschränkt. Satelliten- und Schiffsverfolgungsdaten, auf die Reuters verwies, bezifferten die saudischen Rohölströme durch die Straße von Hormus über sechs Tage auf rund 2,9 Millionen Barrel pro Tag. Im August waren es etwa 700.000 gewesen. Die Ost-West-Pipeline, eine wichtige Route zum Roten Meer, die nach Angriffen stillgelegt worden war, nahm den Betrieb wieder auf. Exporte aus Yanbu könnten mit reduzierten Mengen wieder anlaufen.

Diese Entwicklungen belasteten die Preise im weiteren Tagesverlauf. Brent fiel kurzzeitig unter 98 Dollar. Die Händler mussten mit der Aussicht rechnen, dass mehr Rohöl aus der Golfregion die Käufer erreicht, obwohl die Straße von Hormus weiterhin ein großes Unsicherheitsmoment blieb. Vor dem Krieg wurde rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasversorgung durch die Meerenge transportiert.

Als Nächstes wird sich zeigen, ob die saudischen Lieferungen weiter steigen und ob Washington und Teheran über bedingte Erklärungen hinauskommen. Eine diplomatische Öffnung könnte die Sorge vor längeren Unterbrechungen mindern. Der niedrigere Schlusskurs des Tages zeigte jedoch, dass die frühe Erholung allein die Bedenken des Marktes wegen zusätzlicher Liefermengen nicht ausräumte.

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Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance

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