
Hennessys Josh Wein taxiert das KGV des Index auf knapp das 21-Fache. Bei der durchschnittlichen S&P-500-Aktie liegt es eher beim 17-Fachen.
Der S&P 500 wird mit etwa dem 21-Fachen der Gewinne gehandelt. Bei der durchschnittlichen Aktie im Index liegt das KGV eher beim 17-Fachen, sagte Josh Wein, Portfoliomanager bei Hennessy, in einem Interview am 22. September. Mid-Cap-Aktien taxierte er auf etwa das 16- bis 16,5-Fache der Gewinne. Damit erscheine die Bewertung des Index überzogener als die vieler seiner Mitglieder.
Die Differenz hängt mit der Zusammensetzung des S&P 500 zusammen. Der Index gewichtet Unternehmen nach ihrem Börsenwert. Deshalb haben die größten Aktien, darunter Nvidia und Microsoft, deutlich mehr Einfluss als kleinere Mitglieder. Sind die Bewertungen dieser Großkonzerne höher, können sie das Gesamt-KGV des Index nach oben treiben, auch wenn viele andere Aktien auf niedrigeren Niveaus gehandelt werden.
Diese Konzentration ist erheblich. S&P Dow Jones Indices zufolge machten die zehn größten Unternehmen des S&P 500 Mitte 2025 fast 40 % des Index aus. Einen so hohen Anteil habe es zuletzt Mitte der 1960er-Jahre gegeben. Das hilft zu erklären, warum der Leitindex ein anderes Bewertungsbild vermitteln kann als seine typischen Mitglieder.
Wein sagte, Anleger zahlten für die Liquidität von Mega-Cap-Aktien einen Aufschlag. Diese Unternehmen können ein hohes Handelsvolumen und große Anlagezuflüsse anziehen. Ihr hohes Gewicht bedeutet aber auch, dass Kursveränderungen bei ihnen den Referenzindex überproportional beeinflussen können.
Die niedrigeren Multiplikatoren außerhalb der größten Unternehmen mögen überschaubarer wirken. Das macht aber nicht jede Mid-Cap-Aktie zu einem Schnäppchen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis setzt den Aktienkurs eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinen Gewinnen. Es zeigt jedoch nicht, ob die Gewinne Bestand haben oder wachsen werden. Weins Aussagen weisen auf eine Bewertungslücke hin, nicht auf eine Garantie für bessere Renditen.
Auch die Zinsen spielen für den Vergleich eine Rolle. Wein bezifferte die Gewinnrendite von Mid-Caps, also den Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses, auf etwa 6 %. Das hielt er mit Blick auf die möglichen Erträge zehnjähriger US-Staatsanleihen für angemessen. Dabei berücksichtigte er auch das Zinsumfeld am Markt.
Für Anleger stellt sich die Frage, ob sie den Gesamtmarkt anhand einiger hoch gewichteter Aktien beurteilen. Sie sollten beobachten, ob sich das Gewinnwachstum über die größten Unternehmen hinaus ausbreitet und ob die Kurse von Mid-Caps die These bestätigen, dass niedrigere Bewertungen eine Chance bieten.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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