
Ein Plus von 107 % beim Rechenzentrumsumsatz und wichtige Vereinbarungen über KI-Chips erklären den Meilenstein von AMD. Anleger rechnen jedoch mit weiterem Wachstum.
AMD überschritt am 21. September erstmals einen Börsenwert von 1 Billion Dollar, nachdem die Aktie um 9,9 % gestiegen war. Damit erreichte das Unternehmen als vierter US-Chiphersteller diese Marke – nach Nvidia, Broadcom und Micron.
Der Kursanstieg hat eine solide geschäftliche Grundlage. AMD meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 11,5 Milliarden Dollar, 50 % mehr als ein Jahr zuvor. Der Rechenzentrumsumsatz hat sich auf 6,7 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt, da die Nachfrage nach Prozessoren und KI-Beschleunigern zunahm.
Anleger blicken auch über die aktuellen Umsätze hinaus auf umfangreiche Zusagen von Kunden. Meta und OpenAI kündigten jeweils Pläne an, bis zu sechs Gigawatt an AMD-GPUs einzusetzen. Die ersten Lieferungen an Meta sind für die zweite Hälfte des Jahres 2026 vorgesehen. Die Vereinbarungen hängen davon ab, dass AMD über mehrere Jahre hinweg erfolgreich liefert.
Diese Verträge könnten AMD helfen, in KI-Rechenzentren mit Nvidia zu konkurrieren. Dort benötigen Käufer Prozessoren, Beschleuniger und komplette Computersysteme. Die jüngsten Ergebnisse von AMD zeigen, dass das Geschäft bereits dazu beiträgt: Der Rechenzentrumsbereich erwirtschaftete mehr als die Hälfte des Umsatzes im zweiten Quartal.
Ein Börsenwert von 1 Billion Dollar setzt dennoch deutlich weiteres Wachstum voraus. Bei diesem Börsenwert ist AMD etwa das 22-Fache seines Umsatzes im zweiten Quartal, multipliziert mit vier, wert. Dieser einfache Vergleich ist keine Prognose. Er zeigt aber, wie viel künftiges Geschäft Anleger bereits einpreisen.
Das Unternehmen muss angekündigte Pläne in Lieferungen und Umsätze umsetzen, während es mit Nvidia konkurriert und die technischen Anforderungen seiner Kunden erfüllt. AMD ist zudem auf externe Hersteller und Zulieferer angewiesen – Risiken, auf die das Unternehmen in seinen Anlegerinformationen hinweist.
Der nächste Prüfstein für AMD sind die Ergebnisse des dritten Quartals. Im August prognostizierte das Unternehmen einen Umsatz von rund 13 Milliarden Dollar, plus oder minus 300 Millionen Dollar. Die Ergebnisse werden zeigen, ob sich die Nachfrage so entwickelt, wie es die Anleger eingepreist haben.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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