
Zwei mögliche Erweiterungen durch bestehende Kunden könnten den Mietvertragswert um mehr als 6 Milliarden Dollar erhöhen. Stromversorgung und Bau bleiben jedoch zentrale Hürden.
Applied Digital verhandelt mit zwei bestehenden Kunden über Erweiterungen, die 250 Megawatt an Rechenzentrumskapazität hinzufügen könnten. Die Mietverträge sind noch nicht unterzeichnet. Analysten schätzen jedoch, dass sie bei den aktuellen Konditionen für mehr als 6 Milliarden Dollar an vertraglich zugesicherten Einnahmen stehen könnten.
Die Gespräche sind von Bedeutung, weil Applied Digital bereits über einen umfangreichen Bestand langfristiger Verpflichtungen verfügt. Zum 31. Mai meldete das Unternehmen einen Mietvertragswert über die Grundlaufzeit von rund 36 Milliarden Dollar für fünf Campus-Standorte. Dieser entfällt auf eine vertraglich vereinbarte kritische IT-Last von 1,41 Gigawatt.
Eine unterzeichnete Erweiterung würde diesen Gesamtwert erhöhen und Anlegern einen weiteren Anhaltspunkt für die Kundennachfrage liefern. Das Management hat jedoch erklärt, dass neue Kapazitäten von verfügbarer Energieversorgung und Ausrüstung sowie der Fähigkeit des Unternehmens abhängen, die Bauarbeiten planmäßig abzuschließen. Diese Einschränkungen können die Einnahmen verzögern, selbst wenn ein Mietvertrag vereinbart ist.
Die jüngsten Quartalszahlen von Applied Digital zeigten sowohl das rasante Wachstum als auch die Lücke zwischen Bautätigkeit und wiederkehrenden Mieteinnahmen. Der Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres erreichte 258,7 Millionen Dollar und lag damit 407 % über dem Vorjahreswert. Davon entfielen jedoch 152,4 Millionen Dollar auf Ausbauleistungen für Mieter. Die Grundmiete betrug 44,1 Millionen Dollar.
Das Unternehmen erklärte, am 30. Juni weitere 75 Megawatt an Kapazität bei Polaris Forge 1 in Betrieb genommen zu haben. Damit stieg die dort aktive Kapazität auf 175 Megawatt. An anderen Standorten wird noch gebaut. Der Zeitplan für die Fertigstellung wird daher mitbestimmen, wann vertraglich vereinbarte Mietverträge zu laufenden Einnahmen werden.
Die mögliche Erweiterung um 250 Megawatt wirft auch Fragen zur Preisgestaltung auf. In der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen im Juli sagte CEO Wes Cummins, die Nachfrage sei weiterhin stark. Analysten wiesen zugleich darauf hin, dass neue Verträge möglicherweise geringere Renditen abwerfen als frühere Mietverträge. Mehr Kapazität allein garantiert nicht dieselbe Wirtschaftlichkeit wie beim bestehenden Portfolio.
Anleger werden auf unterzeichnete Vereinbarungen, veröffentlichte Mietkonditionen und Baufortschritte achten. Bis dahin bleiben die möglichen Einnahmen eine Chance und sind nicht Teil des vertraglich gesicherten Auftragsbestands des Unternehmens.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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