
Höhere Auslieferungen verringerten den Verlust im Verkehrsflugzeuggeschäft von Boeing. Doch der verzögerte Produktionshochlauf der 737 MAX lässt die Erholung weiter fraglich erscheinen.
Boeings Verkehrsflugzeuggeschäft verzeichnete im zweiten Quartal 2026 trotz höherer Auslieferungen einen Verlust von 322 Millionen Dollar. Die operative Marge verbesserte sich von minus 5,1 % im Vorjahreszeitraum auf minus 2,7 %. Die Kosten lagen jedoch weiterhin über den Erlösen.
Die Sparte erzielte 11,8 Milliarden Dollar Umsatz – fast die Hälfte des Gesamtumsatzes von Boeing – und lieferte 171 Flugzeuge aus, nach 150 im Vorjahr. Boeing zufolge trugen höhere Auslieferungen, ein günstigerer Flugzeugmix und weitere Anpassungen dazu bei, den Verlust zu verringern.
Die Herausforderung bei der Produktion bleibt bestehen. Am 16. September sagte CEO Kelly Ortberg, Boeing arbeite darauf hin, 47 737 MAX pro Monat zu bauen, habe diese Rate aber noch nicht stabil erreicht. Es dauere länger als erwartet, dieses Niveau zu erreichen.
Das ist wichtig, denn eine höhere und zuverlässige Produktion kann Boeing helfen, die Werkskosten auf mehr Flugzeuge zu verteilen und den umfangreichen Auftragsbestand in Umsätze umzuwandeln. Mehr Flugzeuge zu bauen, garantiert jedoch keine höheren Margen, wenn es weiterhin zu Problemen in der Fertigung kommt oder sich Auslieferungen verzögern.
An Nachfrage mangelt es kurzfristig nicht. Boeing meldete Ende Juni einen Rekord-Auftragsbestand von insgesamt 715 Milliarden Dollar. Darin enthalten waren mehr als 6.200 Verkehrsflugzeuge im Wert von 597 Milliarden Dollar. Am 23. September gab das Unternehmen zudem bekannt, dass Biman Bangladesh Airlines 11 weitere Flugzeuge bestellt hatte.
Aufträge bedeuten jedoch nicht automatisch kurzfristige Gewinne. Boeing muss Flugzeuge planmäßig bauen und ausliefern und zugleich die Margen aus der Verlustzone führen. In der ersten Jahreshälfte verzeichnete die Verkehrsflugzeugsparte einen Verlust von 885 Millionen Dollar, verglichen mit einem Verlust von 1,09 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.
Für Anleger deuten die Zahlen auf eine laufende Erholung hin, die jedoch weiterhin von der Umsetzung abhängt. Entscheidend wird sein, ob Boeing die Produktion der 737 MAX bei 47 Maschinen pro Monat stabilisieren und die Margen im Verkehrsflugzeuggeschäft weiter verbessern kann.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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