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Märkte23. September 20262 Min. Lesezeit

Demokratischer Durchmarsch könnte KI-Rechenzentrumsaktien ins Visier rücken

Ein demokratischer Wahlsieg könnte für Betreiber von Rechenzentren neue Kosten und Vorschriften bedeuten. Leerverkäufe sind jedoch mit erheblichen Einschränkungen verbunden.

Anleger wägen ab, ob eine demokratische Mehrheit im Kongress die Aktien von KI-Infrastrukturunternehmen unter Druck setzen würde. Zu den besonders exponierten Unternehmen zählen CoreWeave und Nebius. Bram Berkowitz von The Motley Fool argumentierte, dass Leerverkäufe von Rechenzentrumsaktien zu den aussichtsreichsten Trades zählen könnten, falls die Demokraten bei den Zwischenwahlen am 3. November beide Kammern gewinnen.

Berkowitz verwies in seinem Artikel vom 22. September auf Polymarket-Wetten, die eine Wahrscheinlichkeit von 60 % für einen demokratischen Durchmarsch anzeigten. Dabei handelte es sich um eine Momentaufnahme, nicht um die Prognose, dass automatisch neue Beschränkungen folgen würden.

Die Demokraten haben Vorschläge vorgelegt, die auf Steuervergünstigungen für die Branche und deren Stromkosten abzielen. Der Data Center Tax Accountability and Disclosure Act von Senator Mark Warner würde die Sonderabschreibung für KI-Rechenzentren abschaffen und eine Offenlegung ihres Strom- und Wasserverbrauchs vorschreiben.

Auch der Abgeordnete Suhas Subramanyam hat Gesetzentwürfe zu Energiekosten, Standortwahl und Ressourcenverbrauch von Rechenzentren eingebracht. Diese Vorschläge zeigen eine mögliche politische Richtung, belegen aber nicht, dass ein neuer Kongress umfassende Einschränkungen beschließen würde.

Der Widerstand in der Bevölkerung verleiht dem Thema politisches Gewicht. Eine von JPMorgan Private Bank zitierte Gallup-Umfrage ergab, dass 71 % der Befragten gegen den Bau eines KI-Rechenzentrums in ihrer Nähe waren. Zugleich haben sich Auseinandersetzungen um solche Projekte in diesem Jahr mehr als verdreifacht.

Ein demokratischer Durchmarsch würde rasches Handeln auf Bundesebene nicht garantieren. Ein Gesetzentwurf im Repräsentantenhaus, der Rechenzentren die vollen Kosten für Strom und Netzausbauten auferlegen würde, wurde im September mit 417 zu 3 Stimmen verabschiedet. Das zeigt, dass die Sorge um die Stromrechnungen der Haushalte parteiübergreifend geteilt wird.

Die These für Leerverkäufe fällt je nach Unternehmen unterschiedlich aus. CoreWeave und Nebius hängen unmittelbarer vom Wachstum der Rechenzentren ab. Nvidia, Amazon und Alphabet erzielen dagegen auch außerhalb der Infrastruktur bedeutende Geschäfte, die die Auswirkungen neuer Beschränkungen abfedern könnten.

Mit einer Leerverkaufsposition profitieren Anleger, wenn eine Aktie fällt. Steigt sie, können die Verluste jedoch wachsen. Anleger werden die Wahlergebnisse beobachten und darauf achten, ob sich die Abgeordneten darauf konzentrieren, den Ausbau zu bremsen, Stromkosten auf Betreiber abzuwälzen oder Steuerregeln zu verschärfen. JPMorgan zufolge könnte die Abstimmung eher beeinflussen, wo Projekte entstehen und wer dafür bezahlt, als den Ausbau zu stoppen.

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance

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