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Märkte24. September 20262 Min. Lesezeit

Ellisons Wegzugsdrohung aus Kalifornien ebnete Paramounts Warner-Deal den Weg

Ein Vergleich mit 12 Bundesstaaten räumte ein großes rechtliches Hindernis aus dem Weg. Eine drohende Gebühr von 7 Millionen Dollar pro Tag und Sorgen um Arbeitsplätze in Kalifornien erhöhten den Handlungsdruck.

Paramount Skydance legte am 21. September eine Klage von 12 Bundesstaaten bei und beseitigte damit ein großes rechtliches Hindernis für die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery für 81 Milliarden Dollar. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta führte das Verfahren an. Der Vergleich muss noch von einem Richter genehmigt werden.

Die Einigung kam zustande, als die von Paramount-Chef David Ellison angeblich angedrohte Verlagerung des Unternehmens aus Kalifornien zum Druckmittel wurde. Wie Axios berichtete, schwächte die Aussicht, dass Tausende Arbeitsplätze den Bundesstaat verlassen könnten, die politische Unterstützung für Bontas Klage. Zugleich drängten führende Vertreter des Bundesstaats ihn zu einer Einigung.

Besonders viel stand für Kalifornien auf dem Spiel, wo Hollywood Arbeitsplätze und Produktionsausgaben sichert. Bonta sagte, sein Augenmerk gelte den kartellrechtlichen Bedenken. Er wollte nicht sagen, ob die Wegzugsdrohung seine Entscheidung beeinflusst habe. Paramount hatte einen Umzug nicht öffentlich bestätigt. Der Vergleich verpflichtet das Unternehmen auch nicht, in Kalifornien zu bleiben.

Der Zeitplan erhöhte den finanziellen Druck. Paramount müsste den Aktionären von Warner für jeden Tag, an dem der Deal nach dem 30. September noch nicht abgeschlossen wäre, rund 7 Millionen Dollar zahlen. Diese als „Ticking Fee“ bekannte Gebühr machte eine rasche Lösung für den Käufer wertvoller.

Im Gegenzug für die Beilegung ihrer Klage sicherten sich die Bundesstaaten gerichtlich durchsetzbare Zusagen. Paramount verpflichtete sich, in den kommenden fünf Jahren mindestens 1,5 Milliarden Dollar zusätzlich in die US-Filmproduktion zu investieren und einen Fonds über 47,5 Millionen Dollar für von der Fusion betroffene Beschäftigte einzurichten.

Das Unternehmen sagte außerdem zu, zwei Jahre lang jährlich 30 Filme und anschließend drei Jahre lang jährlich 32 Filme zu veröffentlichen. Es muss Vereinbarungen für die Kabelsender von Paramount und Warner getrennt aushandeln und einen Ausschuss einrichten, der die redaktionelle Unabhängigkeit von CBS und CNN überwacht.

Der Vergleich brachte die Gegner nicht zum Schweigen. Connecticuts Generalstaatsanwalt sagte, er wolle CNN und CBS News vollständig voneinander getrennt sehen. Kritiker stellten zugleich infrage, ob der neue Aufsichtsausschuss unabhängig sein werde. Damit bleibt die Prüfung der Schutzvorkehrungen für die Fusion bestehen, auch wenn die Klage der Bundesstaaten ausläuft.

Für Anleger beseitigt die Einigung mit den Bundesstaaten ein großes Hindernis. Als Nächstes steht jedoch noch die gerichtliche Genehmigung an. Auch die Größe und die Schuldenlast des fusionierten Unternehmens werden eine Rolle spielen, während Paramount die Übernahme von Warner vorantreibt.

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance

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