
Berkshires kurzfristige Anlagen könnten nach der Erhöhung der Fed um einen Viertelprozentpunkt mehr abwerfen. Der volle Effekt dürfte jedoch erst mit der Zeit sichtbar werden.
Die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed um einen Viertelprozentpunkt am 16. September könnte die Zinserträge von Berkshire Hathaway auf Basis der zuletzt gemeldeten Kassenbestände und Treasury-Bestände um rund 900 Millionen Dollar pro Jahr steigern. Die Schätzung geht davon aus, dass die kurzfristigen Renditen ebenso stark steigen wie der Leitzins der Fed, also um 0,25 Prozentpunkte.
Berkshire wies zum 30. Juni 359,2 Milliarden Dollar an Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und Treasury Bills aus. Dabei verwendete das Unternehmen eine Kennzahl, die noch nicht abgewickelte Käufe von Treasuries berücksichtigt. Der Bruttobuchwert in der Bilanz lag bei rund 365,5 Milliarden Dollar. Berkshire schloss die Übernahme von Taylor Morrison für 8,5 Milliarden Dollar am 24. Juli ab. Der Juni-Wert liegt somit vor diesem Mittelabfluss.
Die Fed hob ihre Zielspanne auf 3,75 % bis 4 % an. Es war die erste Erhöhung seit drei Jahren. Am 22. September lag die Rendite dreimonatiger Treasury Bills laut Daten der Fed bei 4,01 %. Kurzläufer werden in der Regel rasch fällig. Berkshire kann die Erlöse daher zu den dann geltenden Zinsen erneut anlegen.
Die 900 Millionen Dollar sind eine annualisierte Schätzung und keine einmalige Zahlung. Berkshires Treasury Bills werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten fällig, und ihre Renditen bewegen sich nicht im Gleichschritt mit dem Fed-Leitzins. Die volle Wirkung würde sich entfalten, wenn das Unternehmen fällige Wertpapiere wieder anlegt.
Berkshires jüngste Ergebnisse zeigen, wie stark die Zinssätze die Erträge beeinflussen. Die Erträge aus Versicherungsanlagen nach Steuern gingen im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,3 % zurück. Das Unternehmen führte dies vor allem auf niedrigere Zinssätze zurück. Die Zinserhöhung im September erfolgte nach diesem Berichtszeitraum.
Die Barmittel geben Vorstandschef Greg Abel außerdem Spielraum, Übernahmen und andere Anlagen zu finanzieren, ohne Kredite aufzunehmen oder Aktien zu verkaufen. Aus dem Bericht für das zweite Quartal ging hervor, dass Berkshire das Geld hauptsächlich in Treasury Bills hielt. Zugleich meldete das Unternehmen Aktienrückkäufe von 4,8 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr.
Berkshires nächste Ergebnisse dürften ein klareres Bild der Auswirkungen der Zinsänderung liefern. Entscheidend ist, ob höhere kurzfristige Renditen die Anlageerträge so stark steigern, dass sie die für Übernahmen und andere Investitionen eingesetzten Barmittel ausgleichen.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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