
Der vorläufige Michigan-Stimmungsindex sank im September auf 47,8. Goldman-Ökonom Joseph Briggs verwies auf einen breiteren Rückgang des berichteten Glücksempfindens.
Die Verbraucherstimmung in den USA fiel im September auf 47,8 und damit auf den zweittiefsten Stand seit Beginn der Erhebung. Das geht aus der vorläufigen Umfrage der University of Michigan hervor. Goldman-Sachs-Ökonom Joseph Briggs zufolge könnte eine verbreitete Unzufriedenheit erklären, warum die Amerikaner so pessimistisch sind.
Der Index sank gegenüber August um 7,5 % und gegenüber dem Vorjahr um 13,2 %. Der einzige niedrigere Wert lag bei 44,8 im Mai, wie aus den Daten der Universität hervorgeht.
Briggs schrieb seinen Kunden, die schwache Wirtschaftsstimmung könne eher eine „grundlegendere, pessimistische Einschätzung des Zustands der Welt“ widerspiegeln als allein die Einschätzung der Wirtschaft, berichtete CNBC. Seine Argumentation stützt sich auf eine separate Messgröße dazu, wie Menschen ihr Leben beschreiben.
In der General Social Survey der University of Chicago sank der Anteil der Befragten, die sich als „sehr glücklich“ bezeichneten, von 31 % im Jahr 2016 auf 23 % im Jahr 2024. Der Anteil derjenigen, die angaben, „nicht besonders glücklich“ zu sein, stieg von 13 % auf 20 %.
Briggs verwies zudem auf das sinkende Vertrauen in öffentliche Institutionen. Seiner Analyse zufolge entfiel ein überproportional großer Teil des jüngsten Rückgangs des Glücksempfindens auf diesen Vertrauensverlust. Das berichtete Wohlbefinden nahm stärker ab als die Zufriedenheit mit der persönlichen Finanzlage.
Die Michigan-Umfrage erfasst die Einschätzung der Haushaltsfinanzen, der Geschäftslage und der Kaufbedingungen. Der September-Wert zeigte, dass sich die Erwartungen stärker eintrübten als die Einschätzung der aktuellen Lage: Der Erwartungsindex sank gegenüber August um 11,1 %, während der Index der aktuellen Lage um 1,9 % zurückging.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Verbraucherumfragen mehr erfassen könnten als Sorgen über Preise oder Einkommen. Die Daten zum Glücksempfinden belegen jedoch nicht, dass wirtschaftliche Belastungen für das Befinden der Menschen keine Rolle spielen.
Die Universität will die endgültige September-Umfrage am 25. September veröffentlichen. Daraus wird hervorgehen, ob sich der vorläufige Wert von 47,8 bestätigt.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
Noch keine Kommentare - seien Sie der Erste.