
Neun Analysten erhöhten nach starkem Quartalswachstum ihre Kursziele für MiniMed. Trennungskosten und ein Kalendereffekt erschweren jedoch die Einschätzung des Cashflows.
Neun Analysten erhöhten Anfang September ihre Kursziele für MiniMed, nachdem der Hersteller von Diabetesgeräten für das erste Quartal einen Umsatz von 843 Millionen Dollar gemeldet hatte – ein Plus von 16,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Cashflow-Zahlen des Unternehmens zeichneten ein weniger eindeutiges Bild: Der Free Cashflow lag bei minus 90 Millionen Dollar.
Die Kurszielanhebungen folgten auf MiniMeds erstes Quartal als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen. Bank of America erhöhte das Kursziel von 24 auf 28 Dollar, UBS von 25 auf 28 Dollar und Wells Fargo von 22 auf 26 Dollar. Die Häuser behielten ihre positive Einstufung bei, wie aus den Analystenempfehlungen hervorgeht.
Das Umsatzwachstum kam aus beiden Regionen. In den USA stieg der Umsatz um 13,1 % auf 240 Millionen Dollar, während die internationalen Erlöse um 18,1 % auf 603 Millionen Dollar zulegten. MiniMed zufolge wuchs der Absatz neuer Insulinpumpen in den USA um mehr als 20 %. Dazu trugen die Markteinführungen der Flex-Pumpe und neuerer Sensoren bei.
Das ausgewiesene Wachstum profitierte jedoch von einer zusätzlichen Woche im Geschäftsjahrskalender. Sie steuerte rund 4 bis 6 Prozentpunkte zum Wachstum im Quartal bei. MiniMed hob seine Prognose für das organische Wachstum im Geschäftsjahr 2027 von 10 % auf rund 10,5 % an. Darin ist ein geringerer Effekt von 1 bis 1,5 Prozentpunkten durch die zusätzliche Woche enthalten.
Das Cashflow-Defizit spiegelt auch die Kosten der Trennung vom früheren Mutterkonzern Medtronic wider. MiniMed zufolge flossen im Quartal 111 Millionen Dollar in die Trennung und den Aufbau des eigenständigen Unternehmens. Ohne diese Kosten hätte der Free Cashflow bei plus 21 Millionen Dollar gelegen.
Diese Bereinigung ist noch kein verlässlicher Maßstab für die künftige Entwicklung. Bis zum Ende des Quartals hatte MiniMed 17 von 160 Übergangsleistungsvereinbarungen mit Medtronic beendet. Führungskräfte sagten, der Großteil der übrigen Vereinbarungen dürfte im Kalenderjahr 2027 auslaufen. Ende Juli verfügte das Unternehmen über 207 Millionen Dollar an Barmitteln, keine Schulden und eine ungenutzte Kreditlinie über 500 Millionen Dollar.
Anleger werden darauf achten, ob die Produkteinführungen den Absatz auch nach dem Wegfall des Kalendereffekts stützen und ob sich die Mittelgenerierung mit sinkenden Trennungskosten verbessert. MiniMed rechnet mit der Markteinführung seiner Fit-Patch-Pumpe in den USA im Sommer 2027. Der Vivera-Algorithmus soll in der zweiten Jahreshälfte desselben Jahres auf den Markt kommen.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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