
Der starke Kursrückgang hat das erwartete KGV von Netflix gedrückt. Doch langsameres Umsatzwachstum und eine schwächere Nutzung bleiben Sorgen der Anleger.
Die Netflix-Aktie hat im vergangenen Jahr rund 41 % verloren. Damit sank das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 20,96, wie Barchart berichtet. Die Bewertung rückt in den Fokus, während Anleger einen niedrigeren Aktienkurs gegen das langsamere Wachstum und Fragen zur Entwicklung der Sehdauer abwägen.
Die unmittelbare Wachstumssorge gilt der Prognose von Netflix für den Umsatz im dritten Quartal: 12,86 Milliarden Dollar, ein Plus von 11,7 % gegenüber dem Vorjahr. Das wäre das geringste jährliche Wachstum seit drei Jahren, berichtete Barchart.
Der Prognose steht ein Umsatz von 12,56 Milliarden Dollar im zweiten Quartal gegenüber, ein Plus von 13 % zum Vorjahr, wie aus einer Mitteilung von Netflix hervorgeht. Das Unternehmen führte den Anstieg auf Mitgliederwachstum, Preiserhöhungen und höhere Werbeerlöse zurück.
Auch die Nutzung steht unter Druck. Wells-Fargo-Analyst Steven Cahall schätzte, dass die Sehdauer im ersten Halbjahr 2026 um 8 % unter dem Niveau des ersten Halbjahrs 2023 lag. Dabei berücksichtigte er die zusätzlichen Haushalte, die Netflix durch sein Vorgehen gegen das Teilen von Passwörtern gewonnen hat.
Cahall warnte zudem, dass das Programmangebot im zweiten Halbjahr die Margen belasten könnte. Netflix müsse möglicherweise mehr erfolgreiche Serien und Filme produzieren, damit die Zuschauer dabeibleiben, während das Unternehmen zugleich seine Ausgaben steuert und die Gewinne schützt.
Das Geschäft bietet weiterhin Wachstumsmöglichkeiten. Netflix rechnet in diesem Jahr mit Werbeerlösen von rund 3 Milliarden Dollar, etwa doppelt so viel wie 2025. Aus der Mitteilung zum zweiten Quartal geht zudem hervor, dass der Nettogewinn um 9 % auf 3,4 Milliarden Dollar gestiegen ist.
Barchart verwies auf ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20,96 und ein durchschnittliches Kursziel der Analysten von 95,23 Dollar. Daraus ergibt sich ein Kurspotenzial von 32,7 % gegenüber dem in der Analyse zugrunde gelegten Aktienkurs. Bei diesen Kurszielen handelt es sich um Prognosen, nicht um eine Garantie für eine Erholung der Aktie.
Anleger werden darauf achten, ob neue Serien und Filme sowie das Werbegeschäft das Umsatzwachstum stützen können, ohne die Margen zu belasten. Netflix will seine Ergebnisse für das dritte Quartal am 15. Oktober vorlegen. Der nächste Ausblick des Unternehmens wird damit zu einem wichtigen Prüfstein für die These, dass die Aktie günstig bewertet ist.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
Noch keine Kommentare - seien Sie der Erste.