
Beide Stahlhersteller rechnen im dritten Quartal mit höheren Gewinnen, doch ihre Prognosen blieben nach kräftigen Kursanstiegen hinter den Erwartungen der Wall Street zurück.
Die Aktien von Nucor und Steel Dynamics fielen am 18. September, nachdem die US-Stahlhersteller Gewinnprognosen für das dritte Quartal vorgelegt hatten, die unter den Analystenerwartungen lagen. Nucor stellte einen Gewinn von 5,55 bis 5,65 Dollar je Aktie in Aussicht, Steel Dynamics prognostizierte 5,34 bis 5,38 Dollar.
Beide Ausblicke deuten dennoch auf eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr hin. Nucor erzielte im dritten Quartal 2025 einen Gewinn von 2,63 Dollar je Aktie, Steel Dynamics von 2,74 Dollar. Die Prognosen liegen zudem über den Ergebnissen der Unternehmen im zweiten Quartal von jeweils 5,04 und 3,69 Dollar.
Der Vergleich von Nucor mit dem Vorquartal wird durch ungewöhnliche Sondervorteile erschwert. Die Ergebnisse des zweiten Quartals enthielten eine Erstattung von 130 Millionen Dollar im Zusammenhang mit früheren Rohstoffeinkäufen sowie einen Wertzuwachs von 61 Millionen Dollar bei der Beteiligung an Helion. Mit beidem rechnet das Unternehmen nicht erneut.
Die Unternehmen verwiesen auf unterschiedliche Faktoren, die ihre Stahlgewinne stützen dürften. Nucor erwartet, dass höhere Stahlpreise und stabile Auslastung der Werke das Ergebnis seiner Stahlwerke verbessern. Steel Dynamics erklärte, höhere Verkaufspreise, niedrigere Schrottkosten und Rekordauslieferungen dürften die Gewinne im Stahlgeschäft steigern.
Steel Dynamics meldete außerdem einen Auftragsbestand im Stahlbau, der fast 50 % größer war als ein Jahr zuvor und bis ins erste Quartal 2027 reicht. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Auftragslage durch Bauvorhaben, Rechenzentren und Lagerhallen sowie durch Projekte im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheitswesen gestützt.
Die jüngsten Auslieferungszahlen von Nucor sind ein weiteres Anzeichen für die Nachfrage. Im Juli erklärte das Unternehmen, Investitionen in wichtigen US-Branchen hätten zu einem zweiten Quartalsrekord in Folge bei den Auslieferungen seiner Stahlwerke beigetragen.
Diese Indikatoren schließen das Risiko eines Abschwungs in der Stahlbranche nicht aus. Preise, Schrottkosten und Kundenaufträge können sich verändern. Eine Abschwächung im Bau oder bei den Industrieinvestitionen könnte die Auslieferungen und Margen belasten.
Im Oktober erhalten Anleger aktualisierte Ergebnisse. Steel Dynamics will am 19. Oktober berichten, Nucor am 26. Oktober. Die Zahlen werden zeigen, wie nah die tatsächlichen Gewinne an den Prognosen liegen, die den Markt enttäuschten.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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