
Ein Modell von 24/7 Wall St. sieht rund 50 % Kurspotenzial. Doch angesichts der hohen Ausgaben für Rechenzentren achten Anleger auf Cashflow und Umsetzung.
Die Oracle-Aktie könnte auf 225 Dollar steigen und damit rund 51 % über dem Kurs von 148,84 Dollar liegen, der einer Analyse von 24/7 Wall St. vom 22. September zugrunde lag. Das Basisszenario des Modells liegt bei rund 217 Dollar. Das Kursziel von 225 Dollar setzt voraus, dass Oracle das schnelle Wachstum im KI-Cloud-Geschäft aufrechterhält und das Vertrauen der Anleger stärkt.
Hinter dem optimistischen Szenario steht eine umfangreiche Vertragspipeline. Oracle meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres einen Umsatz von 19,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 30 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur stieg laut den am 10. September veröffentlichten Ergebnissen des Unternehmens um 121 % auf 7,4 Milliarden Dollar.
Oracles verbleibende Leistungsverpflichtungen – vertraglich vereinbarte, aber noch nicht als Umsatz verbuchte Erlöse – erreichten 664 Milliarden Dollar. Das Unternehmen teilte mit, im Quartal zusätzliche KI-Cloud-Verträge im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar abgeschlossen zu haben. Dadurch wuchs der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um 209 Milliarden Dollar.
Verträge sind jedoch nicht dasselbe wie bereits verdientes Geld. Oracle erzielte im Quartal einen operativen Cashflow von 23,1 Milliarden Dollar, gab aber 28,5 Milliarden Dollar für Investitionen aus. Der Free Cashflow – also der nach diesen Investitionen verbleibende Mittelzufluss – lag bei minus 5,4 Milliarden Dollar.
Diese Ausgaben sind ein zentraler Risikofaktor für die Aktie. Oracles Zinsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 55 % auf 1,4 Milliarden Dollar. Zudem schloss das Unternehmen im Quartal einen Verkauf von Stammaktien im Volumen von 20 Milliarden Dollar ab. Anleger werden die zusätzlichen Mittel gegen die Kosten für den Aufbau der Kapazitäten abwägen, die zur Bedienung der Kunden benötigt werden.
Das Kursziel von 225 Dollar aus dem Modell ist keine Prognose des Unternehmens. Es basiert auf der Erwartung, dass Oracle seinen Auftragsbestand in Umsatz umwandeln, die Versorgung seiner Rechenzentren mit GPUs sicherstellen und den Gewinn so weit steigern kann, dass eine höhere Aktienbewertung gerechtfertigt ist.
Oracle erklärte, im Quartal zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten von 850 Megawatt bereitgestellt und mehr als 300.000 GPUs an KI-Cloud-Kunden ausgeliefert zu haben. Künftige Ergebnisse werden zeigen, ob sich diese Ausbauprojekte in anhaltendes Umsatzwachstum und einen stärkeren Cashflow übersetzen. Das sind die entscheidenden Prüfsteine für das optimistische Kursziel.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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