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Quartalszahlen14. September 20262 Min. Lesezeit

Planet Labs setzt auf Verteidigungsaufträge, während sich das Wachstum bis ins Geschäftsjahr 2027 beschleunigt

Regierungs- und Verteidigungskunden trieben das Umsatzwachstum von Planet Labs im vergangenen Jahr auf mehr als 50%, und die ersten Ergebnisse des Geschäftsjahres 2027 deuten darauf hin, dass der Schwenk hin zu souveränen Satellitenverträgen erst an Fahrt gewinnt.

50%. Ungefähr so stark sind die Umsätze von Planet Labs im Verteidigungs- und Nachrichtendienstgeschäft im vergangenen Geschäftsjahr gewachsen – deutlich schneller als das ohnehin kräftige Gesamtwachstum des Unternehmens. Das erklärt, warum die Wall Street immer wieder auf das Regierungsgeschäft des Unternehmens blickt.

Planet Labs PBC schloss das Geschäftsjahr 2026, das am 31. Januar endete, mit einem Umsatz von $307.7 million ab – rund 26% mehr als im Vorjahr. Für ein Satellitenbild-Unternehmen, das noch auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Profitabilität ist, wäre diese Zahl allein bereits solide. Entscheidend ist jedoch, woher das Wachstum kam. Wie aus der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens hervorgeht, legte der Umsatz im Verteidigungs- und Nachrichtendienstsektor im Gesamtjahr um mehr als 50% zu. Zudem sorgten zivile Regierungsbehörden für zusätzlichen Schub, während im vierten Quartal neue Verträge gewonnen wurden.

Die Dynamik hat nicht nachgelassen. Planet erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Rekordumsatz von $94.2 million, ein Plus von 42% im Jahresvergleich. Im zweiten Quartal folgte dann ein noch stärkeres Ergebnis von etwa $116 million, was einem Anstieg von 58% entspricht. Daraufhin hob das Unternehmen seine Jahresprognose auf eine Spanne von $425 million bis $441 million an. Jüngste Vertragsmeldungen – darunter Aufträge der National Geospatial-Intelligence Agency, der schwedischen Streitkräfte und der Defense Innovation Unit des Pentagon sowie eine neue Vereinbarung im siebenstelligen Bereich mit einem europäischen Verteidigungskunden – verdeutlichen, warum das Management verstärkt auf die Nachfrage souveräner Staaten und des Militärs setzt und weniger auf den Verkauf kommerzieller Bilddaten.

Das alles ist nicht billig. Der Betrieb einer Konstellation von rund 200 Satelliten erfordert ständige Nachbeschaffung, und die Investitionsausgaben beliefen sich im Geschäftsjahr 2026 auf $81.5 million. Für das Geschäftsjahr 2027 wird inzwischen mit bis zu $115 million gerechnet. Im Geschäftsjahr 2026 verbuchte das Unternehmen weiterhin einen Nettoverlust von $247 million. Dieser entstand größtenteils durch Abschreibungen und andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen und nicht durch einen Mittelabfluss aus dem operativen Geschäft. Planet erreichte im zweiten Quartal in Folge die Schwelle der Rule of 40 – ein Zeichen dafür, dass sich Wachstum und Margenentwicklung endlich in dieselbe Richtung bewegen.

Die Anleger haben einen Großteil dieses Optimismus bereits eingepreist. Die Aktien werden mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis auf Basis der vergangenen zwölf Monate von knapp 14.5 gehandelt. Damit bleibt wenig Spielraum für Fehler, sollte sich die Auftragsvergabe verzögern oder ein einzelner großer Regierungskunde seine Ausgaben zurückfahren. Für ein Unternehmen, das so stark von den Budgets der nationalen Sicherheit abhängt, wirkt dieses Konzentrationsrisiko in beide Richtungen.

PLNVDANational Geospatial-Intelligence AgencyDefense Innovation Unit

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance

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