
Eine Bilanz über zwei Jahre zeigt hohe Nettoverkäufe von Insidern bei vier Quantum-Unternehmen. Zugleich rücken extrem hohe Umsatzmultiplikatoren die Firmen stärker in den Fokus der Anleger.
Insider bei IonQ, Rigetti Computing, D-Wave Quantum und Quantum Computing Inc. verkauften über zwei Jahre zusammengenommen Aktien im Wert von 895,1 Millionen Dollar mehr, als sie kauften. Das geht aus einer Auswertung von Unternehmensmeldungen hervor, über die The Motley Fool berichtete. Auf IonQ entfielen mit 454,5 Millionen Dollar die höchsten Nettoverkäufe.
Die Auswertung umfasst Transaktionen seit dem 18. September 2024. Bei Rigetti beliefen sich die Nettoverkäufe von Insidern auf 75,7 Millionen Dollar, bei D-Wave auf 331,1 Millionen Dollar und bei Quantum Computing auf 33,8 Millionen Dollar. Die Tickersymbole der Unternehmen lauten IONQ, RGTI, QBTS und QUBT.
Käufe waren im selben Zeitraum selten: Insider von IonQ kauften Aktien im Wert von rund 2,25 Millionen Dollar, D-Wave-Insider für 1.795 Dollar. Bei Rigetti und Quantum Computing wies die Auswertung keine Käufe aus. Die Zahlen geben gemeldete Transaktionen wieder und sind kein direktes Maß für die Einschätzung der Führungskräfte zur künftigen Geschäftsentwicklung.
Verkäufe können routinemäßige Gründe haben. Führungskräfte verkaufen möglicherweise Aktien, um nach dem Erhalt aktienbasierter Vergütung Steuern zu zahlen oder ihre Anlagen zu diversifizieren. Nettoverkäufe allein belegen daher nicht, dass Insider mit fallenden Kursen rechnen.
Die Aktivitäten folgen auf einen starken Kursanstieg. Laut dem Vergleich von The Motley Fool legten die vier Aktien im selben Zweijahreszeitraum um rund 400 % bei IonQ, 1.820 % bei Rigetti, 1.670 % bei D-Wave und 1.200 % bei Quantum Computing zu.
Auch die Bewertungen könnten erklären, warum Anleger die Meldungen genau verfolgen. Zum 18. September wurden die Unternehmen laut dem Artikel mit rückblickenden Kurs-Umsatz-Verhältnissen von 55,7 bei IonQ, 391,2 bei Rigetti, 494,1 bei D-Wave und 183,3 bei Quantum Computing gehandelt. Diese Kennzahl setzt den Börsenwert eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinen jüngsten Umsätzen.
Diese Multiplikatoren lassen wenig Spielraum für Verzögerungen bei der kommerziellen Einführung oder beim Umsatzwachstum. Quantencomputing ist weiterhin ein aufstrebendes Gebiet. Aus den Aktienverkäufen lässt sich nicht ablesen, ob die Technologie der Unternehmen oder die Kundennachfrage die Erwartungen der Anleger erfüllen wird.
Als Nächstes wird darauf zu achten sein, ob künftige Meldungen Aktienkäufe durch Insider ausweisen. Auch Unternehmensmeldungen zu Umsatz, Verträgen und kommerzieller Nutzung dürften im Blick stehen. Eine Veränderung des gemeldeten Handels kann zusätzliche Einordnung bieten, wird aber allein nicht über die Anlageaussichten entscheiden.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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