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Märkte24. September 20262 Min. Lesezeit

Treasury-Kurve flacht ab, während Fed-Zinserhöhung kurzfristige Renditen steigen lässt

Der Abstand zwischen den Renditen zehn- und zweijähriger US-Staatsanleihen verringerte sich nach der Zinserhöhung der Fed im September. Anleger müssen nun Inflation und Wachstum gegeneinander abwägen.

Der Abstand zwischen den Renditen zehn- und zweijähriger US-Staatsanleihen verringerte sich, nachdem die Federal Reserve im September die Zinsen angehoben hatte. Am 22. September lag die Rendite zehnjähriger Papiere bei 4,96 %, die zweijähriger bei 4,71 %. Der Abstand betrug damit 25 Basispunkte.

Am 15. September, dem Tag vor der Entscheidung der Fed, hatte der Abstand 33 Basispunkte betragen. Die Notenbank erhöhte ihren Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 %. Als Begründung verwies sie auf die erhöhte Inflation.

Dadurch flacht die Kurve ab: Die kurzfristigen Finanzierungskosten sind näher an die langfristigen Zinsen herangerückt. Am 22. September verlief die Kurve weiterhin aufwärts, war also nicht invers. Bei einer inversen Kurve liegen die kurzfristigen Renditen über den langfristigen.

Anleger nutzen den Abstand als einen Indikator für ihre Erwartungen an die Zinsen und das Wirtschaftswachstum. Die Rendite zweijähriger Papiere reagiert stärker auf erwartete Schritte der Fed. In der zehnjährigen Rendite spiegeln sich auch Einschätzungen zu Inflation und Wachstum sowie die zusätzliche Rendite wider, die Anleger für länger laufende Schuldtitel verlangen.

Die Abflachung beantwortet nicht die Frage, ob die Inflation hoch bleibt oder sich das Wachstum abkühlt. Sie zeigt, dass die kurzfristigen Zinsen in der Woche nach dem Schritt der Fed stärker gestiegen sind als die langfristigen Renditen. Das passt dazu, dass die Märkte den geldpolitischen Kurs neu bewerten.

Die Entwicklung ist auch über den Anleihehandel hinaus von Bedeutung. Treasury-Renditen beeinflussen die Finanzierungskosten in der gesamten Wirtschaft, darunter auch die Hypothekenzinsen. Ein geringerer Abstand zwischen kurz- und langfristigen Zinsen kann zudem die Kreditmargen der Banken schmälern.

Weitere Hinweise dürften Inflations- und Arbeitsmarktdaten sowie Signale der Fed dazu liefern, ob eine weitere Zinserhöhung wahrscheinlich ist. Wenn die kurzfristigen Renditen weiter zu den längerfristigen aufschließen, müssen Anleger beurteilen, ob die Kurve anhaltende Inflation oder wachsende Sorgen um das künftige Wachstum widerspiegelt.

Federal ReserveU.S. Treasury

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance

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