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Märkte23. September 20262 Min. Lesezeit

Renditen setzen Anleihen und Dividendenaktien weiter unter Druck

Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen liegt weiter nahe den jüngsten Höchstständen. Für Anleger auf der Suche nach Erträgen werden Anleihen damit attraktiver, während die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft steigen.

Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte vergangene Woche 5,35 %, den höchsten Stand seit 19 Jahren. Am 22. September gab sie auf 5,29 % nach. Die Rendite zehnjähriger Anleihen lag bei 4,96 %, nachdem sie kurzzeitig erstmals seit 2023 die Marke von 5 % überschritten hatte.

Der Anstieg hat den Marktwert älterer Anleihen gedrückt. Ihre festen Zinszahlungen wirken neben neueren Papieren mit höheren Renditen weniger attraktiv. Zugleich sind Staatsanleihen für Anleger auf der Suche nach Erträgen interessanter geworden.

Dividendenaktien stehen in direkter Konkurrenz. Bieten US-Staatsanleihen höhere Renditen als die Dividenden vieler Unternehmen, könnten sich einige Anleger stattdessen für Anleihen entscheiden. Das würde die Nachfrage nach diesen Aktien dämpfen. Aktienkurse spiegeln zudem die erwarteten künftigen Gewinne wider, die bei steigenden Zinsen an Wert verlieren.

Die Federal Reserve erhöhte den Druck am 16. September zusätzlich: Sie hob ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 % an. Die Zentralbank erklärte, die Inflation sei weiterhin erhöht, während die Wirtschaftsaktivität solide wachse.

Höhere Kreditkosten können Verbraucher und Unternehmen belasten, treffen aber nicht alle Firmen gleichzeitig. Haushalte könnten die Folgen früher spüren: Experian zufolge erreichten die durchschnittlichen monatlichen Raten im zweiten Quartal 765 Dollar für Neuwagen und 542 Dollar für Gebrauchtwagen.

Besonders relevant könnte dieser Druck für Unternehmen sein, die auf Konsumausgaben angewiesen sind. Firmen, die ihre Schulden später refinanzieren, könnten ebenfalls höhere Kosten tragen müssen. Das könnte die Gewinne schmälern, wenn Umsatz- oder Gewinnwachstum nachlassen.

Der Aktienmarkt ist nicht mit jedem Renditeanstieg gleichermaßen gefallen. Am 22. September notierte der S&P 500 weiter nahe seinem Rekordstand, obwohl die Rendite zehnjähriger Anleihen bei knapp 5 % lag. Kräftige Unternehmensgewinne hätten die Aktienkurse gestützt, berichtete AP.

Anleger werden beobachten, ob die Renditen von US-Staatsanleihen erneut steigen und ob die Unternehmensgewinne die höheren Finanzierungskosten weiter ausgleichen können. Ein anhaltender Anstieg würde Dividendenaktien und hoch bewertete Wachstumswerte anfälliger machen, aber für sich genommen nicht die Richtung des Marktes bestimmen.

U.S. TreasuryFederal ReserveS&P 500

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance

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