
Die Kreditaufnahme im August übertraf die Erwartungen. Das erhöht den Druck auf Finanzminister John Healey, der sein Budget für den 28. Oktober vorbereitet.
Die öffentliche Kreditaufnahme Großbritanniens belief sich in den fünf Monaten bis August auf 77,3 Milliarden Pfund und lag damit 8,1 Milliarden Pfund über der Prognose des Office for Budget Responsibility (OBR). RSM-UK-Chefvolkswirt Thomas Pugh sagte, die Zahlen machten Steuererhöhungen im Budget von Finanzminister John Healey am 28. Oktober „nahezu unvermeidlich“.
Die Abweichung bezieht sich auf die OBR-Prognose, nicht auf die Kreditaufnahme im Vorjahr. Tatsächlich lag der Gesamtbetrag von 77,3 Milliarden Pfund um 2,2 Milliarden Pfund unter dem Wert für denselben Zeitraum 2025.
Allein im August belief sich die Kreditaufnahme auf 18,3 Milliarden Pfund. Das waren 3,5 Milliarden Pfund mehr als vom OBR erwartet und 2,9 Milliarden Pfund mehr als im August 2025. Die Ausgaben der Zentralregierung lagen 2,3 Milliarden Pfund über der Prognose, während die Einnahmen etwas höher als erwartet ausfielen.
Im bisherigen Verlauf des Haushaltsjahres nahm die Zentralregierung 460,7 Milliarden Pfund ein, 23,6 Milliarden Pfund mehr als ein Jahr zuvor. Ihre Gesamtausgaben beliefen sich jedoch auf 546,3 Milliarden Pfund, ein Anstieg um 25,6 Milliarden Pfund. Die Einnahmen konnten damit nicht Schritt halten.
Sozialleistungen und Renten machten einen großen Teil des Ausgabenanstiegs aus. Die Zahlungen in dieser Kategorie erhöhten sich im Jahresvergleich um 9,7 Milliarden Pfund. Die Zinszahlungen auf Staatsschulden der Zentralregierung beliefen sich auf 50 Milliarden Pfund und lagen damit 2 Milliarden Pfund über der OBR-Prognose.
Diese Überschreitung schränkt den Spielraum der Regierung ein, ihre Haushaltsregeln einzuhalten, ohne Steuern zu erhöhen, Ausgaben zu kürzen oder mehr Kredite aufzunehmen. Die höhere Kreditaufnahme kommt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem das Finanzministerium unter Druck steht, zusätzliche Prioritäten wie die Verteidigung zu finanzieren.
Die Zahlen des ONS machen Steuererhöhungen nicht zwangsläufig. Pugh sagte jedoch, der Anstieg im August deute auf ein schwierigeres Budget hin, als Healeys Regierung erwartet habe. Treasury-Staatssekretärin Emma Reynolds warnte unterdessen vor „schwierigen Entscheidungen“.
Die nächste Prognose des OBR wird am 28. Oktober zusammen mit dem Budget vorgelegt. Sie wird zeigen, ob die Lücke bei der Kreditaufnahme bestehen bleibt und wie viel haushaltspolitischer Spielraum der Regierung noch bleibt.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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