
Die Aktien von Warner Bros. Discovery schlossen nahe dem 31-Dollar-Angebot von Paramount, während die Paramount-Aktie nachgab und Anleger die Einigung sowie die noch ausstehenden Schritte abwogen.
Die Aktien von Warner Bros. Discovery stiegen am 21. September um knapp 11 % auf 30,80 Dollar, nachdem 12 Bundesstaaten und die Writers Guild of America Klagen beigelegt hatten, mit denen sie die Übernahme durch Paramount Skydance verhindern wollten. Die Paramount-Aktie bewegte sich in die entgegengesetzte Richtung und fiel bis zum Handelsschluss um knapp 3 % auf 9,91 Dollar, wie aus einem Marktbericht von Fast Company hervorgeht.
Mit der Einigung fällt die letzte große rechtliche Hürde weg, abgeschlossen ist die Transaktion aber noch nicht. Ein Richter muss die Vereinbarung der Bundesstaaten genehmigen. Paramount hat 31 Dollar in bar je WBD-Aktie geboten. Der Unternehmenswert der Transaktion einschließlich Schulden liegt bei rund 110 Milliarden Dollar.
Die beiden Aktien spiegeln unterschiedliche Interessen der Anleger wider. Der Schlusskurs von WBD lag nur 20 Cent unter dem Barangebot. Damit bleibt kaum Spielraum für einen Kursgewinn, falls die Transaktion wie geplant abgeschlossen wird. Anleger von Paramount müssen sich dagegen auf die Kosten und Risiken des Zusammenschlusses einstellen.
Die Vereinbarung verpflichtet Paramount, über fünf Jahre zusätzlich 1,5 Milliarden Dollar in die US-Filmproduktion zu investieren. Außerdem legt sie jährliche Ziele für Filmveröffentlichungen fest und sieht einen Fonds über 47,5 Millionen Dollar für Beschäftigte vor, die durch die Fusion ihre Arbeit verlieren. Ein neuer Vorstand soll die redaktionelle Unabhängigkeit bei CBS und CNN überwachen.
Diese Verpflichtungen kommen hinzu, während Paramount erklärt hat, durch den Abbau überschneidender Geschäftsbereiche Einsparungen von 6 Milliarden Dollar erzielen zu wollen. Außerdem muss das Unternehmen fünf Jahre lang separat über die Basiskabelsender beider Firmen verhandeln. Das schränkt einige Möglichkeiten ein, diese Geschäftsbereiche zusammenzulegen.
Auch der Zeitplan ist finanziell relevant: Warner-Aktionären stehen für jedes Quartal, in dem die Transaktion nach dem 30. September noch nicht abgeschlossen ist, zusätzlich 25 Cent je Aktie zu, taggenau berechnet. Diese Regelung schafft für Paramount einen Anreiz, schnell voranzukommen. Die Zustimmung des Gerichts bleibt jedoch Voraussetzung für den Abschluss.
Die Einigung beseitigt eine wichtige Unsicherheit, nicht aber die geschäftlichen Herausforderungen, die noch bevorstehen. Anleger werden die Entscheidung des Richters und die Pläne von Paramount verfolgen, Studios, Streamingdienste und Kabelnetze zusammenzuführen und zugleich die versprochenen Einsparungen zu erzielen.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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