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Wirtschaft16. September 20262 Min. Lesezeit

Kanadas Inflation verharrt bei 3 %, während Reisekosten steigen

Die August-Daten hielten die Gesamtinflation hoch, doch stabile Kernindikatoren gaben der Bank of Canada Spielraum, die Zinsen unverändert zu lassen.

Reiseveranstaltungen entwickelten sich im kanadischen Inflationsbericht für August zum überraschenden Preistreiber: Binnen Jahresfrist verteuerten sie sich um 26,1 %, da der nachlassende Effekt der schwachen US-Reisen im vergangenen Jahr den Vorjahresvergleich nach oben verzerrte.

Statistics Canada teilte am Montag mit, dass die Verbraucherpreise im August gegenüber dem Vorjahr um 3,0 % gestiegen sind – genauso stark wie im Juli. Damit liegt die Inflation weiterhin über dem Zielwert der Bank of Canada von 2 % und am oberen Rand ihres Zielkorridors von 1 % bis 3 %. Das zugrunde liegende Preisbild war allerdings weniger aufgeheizt, als die Gesamtinflation vermuten lässt.

Die Benzinpreise stiegen im Jahresvergleich weiterhin um 22,8 %, allerdings langsamer als im Juli mit 25,7 %. Damit dämpften sie die monatliche Inflationsrate. Ohne Benzin legten die Verbraucherpreise um 2,4 % zu, nach 2,2 % im Juli. Höhere Mieten und Reisekosten glichen den geringeren Beitrag der Energiepreise aus.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) sank im August auf unbereinigter Basis um 0,1 % gegenüber dem Vormonat, während der saisonbereinigte Index um 0,2 % stieg. Die Preise für Reiseveranstaltungen gingen gegenüber Juli sogar um 2,9 % zurück. Das unterstreicht, wie stark der Jahreswert Basiseffekte widerspiegelt und nicht etwa einen neuen Nachfrageschub.

Die Lebensmittelpreise lieferten ein beruhigenderes Signal. Die Preise für Lebensmittel im Einzelhandel stiegen im Jahresvergleich um 2,8 %. Damit verteuerten sich im Handel gekaufte Lebensmittel erstmals seit Juli 2024 langsamer als der gesamte CPI. Die Wohnkosten erhöhten sich laut Statistics Canada um 1,5 %.

Die von der Bank of Canada bevorzugten Kerninflationsmaße blieben nahe am Ziel. CPI-trim verharrte bei 1,9 %, CPI-median bei 2,0 %, womit ihr Durchschnitt bei rund 2 % lag. Ein separates Maß ohne Lebensmittel und Energie stieg laut RBC Economics leicht auf 2,1 %.

Diese Mischung gibt den Währungshütern wenig Anlass, in die eine oder andere Richtung zu eilen. Die Zentralbank beließ ihr Ziel für den Tagesgeldsatz am 2. September bei 2,25 % und warnte zugleich, dass hohe Energiekosten und neue US-Zölle Risiken für den Ausblick darstellten. Die August-Daten zeigten, dass diese Schocks die Gesamtinflation nach oben getrieben haben, sich bislang aber noch nicht breit über den Warenkorb der Verbraucher ausgebreitet haben.

Für den kanadischen Dollar ist der Bericht leicht positiv zu werten, da er die Argumente für eine baldige Lockerung schwächt. Die stabile Kerninflation begrenzt jedoch zugleich die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Straffungskampagne. Der nächste wichtige Test wird sein, ob die Effekte von Energie- und Reisekosten bis in den September anhalten oder nachlassen, sobald sich ihre statistischen Basiseffekte durch den Vergleichszeitraum bewegen.

CADBank of Canada

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance

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