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Märkte23. September 20262 Min. Lesezeit

Dividendenkürzungen erreichen höchsten Anteil seit dem Pandemieschock

Der wachsende Anteil der Unternehmen, die ihre Ausschüttungen kürzen, lenkt den Blick auf den Druck auf die Cashflows – auch wenn eine Kürzung unternehmensspezifische Gründe haben kann.

Dividendenkürzungen werden häufiger und sind damit ein weiteres Warnsignal für Anleger, die die Cashflows von Unternehmen beobachten. Daten von Wall Street Horizon zeigen, dass 19 % der Unternehmen, die bis zum 14. September Dividenden ankündigten, ihre Ausschüttungen kürzten. Das ist der höchste Anteil seit dem zweiten Quartal 2020.

Der Wert liegt nahe am Höchststand aus der Pandemiezeit: Im zweiten Quartal 2020 waren 21 % der Dividendenankündigungen Kürzungen, als die Lockdowns die Unternehmen trafen. Wall Street Horizon meldete bis zum 14. September im dritten Quartal keine ausgesetzten Dividenden.

Die Zahl von 19 % gibt den Anteil der Dividendenankündigungen an, bei denen es sich um Kürzungen handelte. Sie bedeutet weder, dass 19 % aller börsennotierten Unternehmen ihre Dividenden kürzten, noch dass sich die Kürzungen gleichmäßig auf die Branchen verteilten.

Anleger achten auf Ausschüttungen, weil Dividenden regelmäßige Zahlungsverpflichtungen sind. Senkt ein Verwaltungsrat die Dividende, kann das darauf hindeuten, dass die Gewinne oder der Cashflow die Zahlung nicht mehr ohne Weiteres decken. Möglich ist auch, dass das Management mehr Mittel für den Schuldenabbau verfügbar machen will.

Eine Kürzung kann auch auf eine bewusste Änderung der Kapitalplanung zurückgehen und muss nicht Ausdruck eines plötzlichen Geschäftseinbruchs sein. Anleger sollten Cashflow, Verschuldung und Ausblick des Unternehmens mit der neuen Ausschüttung vergleichen, um einzuschätzen, ob der Schritt defensiv oder strategisch motiviert ist.

Das Signal ist auch für Anleger relevant, die nicht primär auf Erträge aus sind. Breite Kürzungen können darauf hindeuten, dass Führungskräfte weniger zuversichtlich sind, künftig Barmittel zu erwirtschaften. Das ist auch für Aktionäre bedenklich, die auf Gewinnwachstum und andere Formen der Kapitalrückführung setzen.

Der nächste Prüfstein ist, ob die Kürzungen anhalten, wenn weitere Unternehmen ihre Ergebnisse vorlegen und ihre Prognosen aktualisieren. Anleger werden neben den Gewinnen auch Cashflow und Verschuldung im Blick behalten, um zu erkennen, ob die Verwaltungsräte auf vorübergehenden Druck oder einen anhaltenden Abschwung reagieren.

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance

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