
Der dänische Pharmakonzern stellte neue Blockbuster-Medikamente und eine höhere Produktionskapazität für Pillen in Aussicht. Anleger wollten jedoch genauere Angaben zum Wachstum vor dem Auslaufen wichtiger Patente.
Die Aktien von Novo Nordisk fielen am 21. September zeitweise um bis zu 9 %, nachdem der Pharmakonzern Pläne vorgestellt hatte, bis 2030 mehr als fünf potenzielle Blockbuster-Medikamente auf den Markt zu bringen. Die Ziele konnten Anleger angesichts des zunehmenden Wettbewerbs durch Eli Lilly kaum beruhigen.
Auf seinem Kapitalmarkttag in London erklärte Novo, das Umsatzwachstum von 2026 bis 2030 solle in etwa dem großer Pharmakonzerne entsprechen. Zudem wolle das Unternehmen seine operative Marge weitgehend stabil halten, nannte aber keine konkrete Wachstumsrate.
Separat setzte sich das Unternehmen das Ziel, bis 2035 einen risikoadjustierten Pipeline-Umsatz von mehr als 150 Milliarden dänischen Kronen (23 Milliarden Dollar) zu erreichen. Darin sind bestehende Arzneimittelkandidaten enthalten; es handelt sich nicht um eine Umsatzprognose für 2030.
Novo will zudem seine Kapazität ausbauen, um mit oralen GLP-1-Medikamenten zehnmal so viele Menschen mit Adipositas zu versorgen. Bis 2030 sollen weltweit mehr als 60 Millionen Patienten erreicht werden. Die Ziele unterstreichen, dass Pillen und neue Behandlungen das Geschäft über Semaglutid hinaus verbreitern sollen – den Wirkstoff in Wegovy und Ozempic.
Der Wandel ist wichtig, weil für Semaglutid Anfang der 2030er-Jahre wichtige Patente auslaufen. Zugleich haben die konkurrierenden Adipositas- und Diabetesmedikamente von Lilly Marktanteile gewonnen. Damit stellt sich die Frage, ob Novo Umsätze ersetzen und seine Preissetzungsmacht erhalten kann.
Neben der Strategie gab Novo auch ein klinisches Ergebnis bekannt: In einer Diabetesstudie der Phase III führte die experimentelle Kombination CagriSema zu einem Gewichtsverlust von 12,4 %, gegenüber 9,1 % bei Lillys Tirzepatid in den getesteten Dosierungen. In der Studie wurde CagriSema mit einer Dosis von 5 Milligramm Tirzepatid verglichen. Sie entscheidet daher nicht den umfassenderen Wettbewerb zwischen den Medikamenten.
Anleger erfuhren außerdem, dass Novo im vergangenen Jahr 13.000 Mitarbeiter verlassen hatten, darunter Entlassungen und freiwillige Abgänge. Die Reaktion der Aktie zeigt, dass das Management darlegen muss, wie sich die Pipeline-Pläne in näheren Umsätzen niederschlagen – insbesondere angesichts des Wettbewerbs um Patienten und des bevorstehenden Verlusts der Exklusivität von Semaglutid.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI-Technologien erstellt.
Quelle: Yahoo Finance
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